... Zuerst verursachte es mir eine Art Schwindel, daß ich nur auf dickem Glas stand und durch Hunderttausende von Meilen leeren Raums auf den Mond hinabblickte- aber die Übelkeit verging sehr rasch. Und dann - der Glanz des Anblicks! Der Leser kann es sich am besten vorstellen, wenn er sich an einem warmen Sommerabend auf den Boden legt und zwischen den Füßen zum Mond emporblickt, aber aus irgendeinem Grunde, wahrscheinlich, weil das Fehlen der Luft ihn soviel leuchtkräftiger machte, schien der Mond schon beträchtlich größer als von der Erde aus. Die kleinsten Einzelheiten seiner Oberfläche waren scharf zu sehen. Da wir ihn nicht durch Luft sahen, war sein Umriß hell und scharf, es lag kein Schein, kein Hof darum- der Sternenstaub, der den Himmel bedeckte, trat bis scharf an seinen Rand heran und markierte den Umriß seines unbeleuchteten Teils. Und wie ich dastand und zwischen meinen Füßen hindurch auf den Mond starrte, kehrte jene Empfindung des Unmöglichen, die mich schon seit unserm Aufstieg immer wieder befallen hatte, mit zehnfacher Überzeugung zurück.« ...
2020/08/30 17:23:12




